Was Kleingärtner jetzt wissen sollten
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich zunehmend auch in Köln aus. Nachdem die invasive Mückenart bereits 2025 in mehreren Kölner Stadtteilen nachgewiesen wurde, rechnet die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr mit einem erneuten Auftreten. Für Kleingärtnerinnen und Kleingärtner spielt dabei eine wichtige Rolle, dass die Tigermücke ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ablegt – genau dort also, wo sich in Gärten häufig unbeabsichtigt Brutstätten bilden können.
Die Asiatische Tigermücke ist leicht an ihrer schwarz-weißen Zeichnung zu erkennen. Besonders auffällig ist ein weißer Streifen, der vom Kopf über den Rücken verläuft. Anders als unsere heimischen Stechmücken ist sie vor allem tagsüber aktiv und gilt als besonders stechfreudig.
In ihrer ursprünglichen Heimat sowie in südlicheren Ländern kann die Tigermücke verschiedene Krankheitserreger übertragen. In Deutschland wurden bislang zwar keine Erkrankungen durch hier vorkommende Tigermücken nachgewiesen, Fachleute beobachten die Ausbreitung jedoch aufmerksam. Begünstigt wird sie durch mildere Winter und steigende Temperaturen.

Steckbrief: Asiatische Tigermücke
- Herkunft: tropische und subtropische Regionen Süd- und Südostasiens
- Größe: 3 – 9 mm
- Aussehen: schwarz-weiße Streifen auf Beinen und Körper; charakteristische weiße Linie vom Kopf über den Rücken
- Aktivität: tagaktiv und aggressiv stechend
- Lebensraum: städtische und vorstädtische Gebiete; bevorzugt kleine Wasseransammlungen in Behältern wie Blumentopf-Untersetzern, Regentonnen, etc.
- Verbreitung: ursprünglich in Asien beheimatet; mittlerweile in Europa, Nordamerika und Afrika verbreitet
- Krankheitsüberträger: kann Viren wie Dengue-, Zika-, Chikungunya- und West-Nil-Virus übertragen
- Bekämpfung: Vermeidung von stehenden Wasseransammlungen
So können Kleingärtner helfen
Die gute Nachricht: Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, die Vermehrung der Tigermücke zu verhindern. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in kleine Wasserbehälter ab. Deshalb sollten regelmäßig kontrolliert werden:
- Blumentopf-Untersetzer
- Gießkannen und Eimer
- Regentonnen
- Vogeltränken
- alte Schalen, Dosen oder sonstige Behälter
- verstopfte Dachrinnen
Stehendes Wasser sollte mindestens einmal pro Woche vollständig entfernt oder Behälter sollten abgedeckt werden. Besonders wichtig ist dies in den warmen Monaten zwischen Frühjahr und Herbst.
Verdächtige Mücken melden
Wer glaubt, eine Asiatische Tigermücke entdeckt zu haben, kann ein Foto machen und den Fund melden. Die Stadt Köln bittet ausdrücklich um die Mithilfe der Bevölkerung, um die weitere Ausbreitung besser beobachten und gegebenenfalls eindämmen zu können.
Gemeinsam für einen mückenarmen Garten
Unsere Kleingartenanlage bietet viele Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Mit wenigen einfachen Maßnahmen können wir gemeinsam dazu beitragen, dass sich die Asiatische Tigermücke nicht weiter ausbreitet. Regelmäßige Kontrollen von Wasserstellen schützen nicht nur vor dieser invasiven Art, sondern reduzieren ganz allgemein die Mückenbelastung in unseren Gärten.
Der Vorstand bittet daher alle Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, Wasseransammlungen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu beseitigen.
Weitere Informationen gibt es hier:
Bildquellen: National Institute of Allergy and Infectious Diseases und Sixto Emmanuel Picones Puebla – Own work