Ein Stück Natur als wertvolle Ressource

Für viele Menschen sind Schrebergärten mehr als nur ein Stück Land – sie sind Orte der Begegnung, der Erholung und der Selbstversorgung. Besonders für soziale Einrichtungen können solche Gärten eine unschätzbare Bereicherung darstellen. Umso mehr freuen wir uns, dass das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) Köln-Innenstadt seit einiger Zeit einen Garten in unserer Anlage bewirtschaftet.
Der Schrebergarten eröffnet den Klientinnen und Klienten des SPZ vielfältige Möglichkeiten: Sie haben dadurch die Möglichkeit, auch außerhalb der festen Gruppenzeiten einen geschützten Ort in der Natur aufzusuchen. Hier können sie Kraft schöpfen, sich erholen und in Bewegung bleiben. Das gemeinsame Anpflanzen und Pflegen von Gemüse sind dabei nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung, sondern stärken auch Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsgefühl.
Aus dem Garten – frisch serviert

Ein besonders schöner Aspekt dieses Projekts ist der Weg „vom Beet bis auf den Tisch“. Das frisch geerntete Gemüse wird von der Hauswirtschaftsgruppe der Einrichtung verarbeitet und landet schließlich auf dem gemeinsamen Mittagstisch. So erleben die Teilnehmenden den gesamten Kreislauf – vom Pflanzen über die Pflege bis hin zur Zubereitung. Diese Erfahrung vermittelt nicht nur praktische Kenntnisse über gesunde Ernährung, sondern steigert auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und bewusster Lebensführung.
Die Verantwortlichen des SPZ betonen: „Wir sind dem Verein dankbar, diese Möglichkeit zu bekommen.“ Denn die Wirkung des Projekts reicht weit über das reine Gärtnern hinaus: Es fördert soziale Kontakte, bietet Raum für Gespräche und stärkt die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben.
Wir sind stolz darauf, mit unserem Verein einen Rahmen zu schaffen, in dem diese wertvolle Arbeit des SPZ Köln-Innenstadt stattfinden kann – und freuen uns über die Bereicherung, die dieses Projekt für alle Beteiligten mit sich bringt.
Hintergrund: Warum Schrebergärten so wertvoll sind

Schrebergärten, die oft in Kleingartenvereinen organisiert sind, haben in Deutschland eine lange Tradition. Ursprünglich entstanden sie im 19. Jahrhundert, um der städtischen Bevölkerung Zugang zu frischen Lebensmitteln und Erholung zu verschaffen. Heute sind sie für viele Menschen – und insbesondere für soziale Träger – ein wichtiger Baustein, um Naturerfahrungen zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit zu fördern und gesunde Ernährung praktisch erfahrbar zu machen.
Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen in städtischen Wohnungen ohne eigenen Garten leben, gewinnen solche Projekte an Bedeutung. Sie verbinden ökologische Bildung, gesundheitliche Förderung und soziale Teilhabe auf eine einzigartige Weise.
Das SPZ

Das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) Köln-Innenstadt begleitet Menschen mit psychischen Erkrankungen auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität. Mit einem breiten Angebot an Beratung, Gruppenaktivitäten sowie Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeiten schafft es Orte der Begegnung und Unterstützung im Alltag. Ziel ist es, Teilhabe zu ermöglichen, persönliche Stärken zu fördern und den Betroffenen Wege aufzuzeigen, ihr Leben aktiv zu gestalten.
Weitere Informationen zum sozialpsychiatrischen Zentrum erhaltet ihr hier: