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SALZ an der Wand

Wie Kunst den Kleingarten neu belebt

Ganz schön bunt und voller Leben: Der freischaffende Künstler SALZ hat eine Wand am Hauptweg unseres Vereinsheim in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt. Was zuvor eine schlichte, weiße Fassade war, verbindet nun auf besondere Weise Kunst, Köln und Kleingarten.

Aus einer spontanen Idee heraus entstanden, bringt das Wandbild nicht nur Farbe an einen zuvor unscheinbaren Platz, sondern trägt unverkennbar SALZ’ Handschrift – fantasievoll, überraschend und mit einem Augenzwinkern. So wird die Kleingartenanlage und insbesondere das Vereinsheim zu einem lebendigen Treffpunkt, an dem Kunst, Gartenarbeit und Gemeinschaft ganz selbstverständlich zusammenfinden und dem Schiffhof e.V. einen neuen, strahlenden Akzent verleihen.

Im Gespräch erzählt der Künstler, was ihn bewegt, wie seine Werke entstehen und warum Köln und der Kleingarten für ihn eine ganz besondere Bedeutung haben.

Erzähl mal, wer bist du und was du so machst?

Ich bin ein freischaffender Künstler mit vielen Ideen, manchmal etwas schrullig und verträumt, der lieber das tut, was mir am Herzen liegt: malen, zeichnen, kreieren, hobbyhandwerkliche Tätigkeiten, basteln, Frau und Hund verstehen… (lacht)

Wie würdest du deinen künstlerischen Stil selbst beschreiben?

‚SALZ‘-artig, fantasievoll, bescheiden, überraschend, unberechenbar.

Welche Techniken nutzt du am liebsten – und warum?

Am liebsten arbeite ich auf dem klassischen, analogen Weg. Meine Kunst entsteht direkt vor Ort – ob großflächig auf Fassaden im Innen- oder Außenbereich, auf Wohnmobilen und Fahrzeugen, an Plakatwänden, Mauern, Türen, Toren oder Blumenbehältern. Ebenso gestalte ich Leinwände und kleinere Objekte oder Materialien – wie zum Beispiel Dosen von Stapelchips. Dabei nutze ich vor allem Spraycan-Art, eine Mischung aus Sprühdosen, Acrylfarben und Markern.

Ergänzend arbeite ich digital mit PC und Grafik-Tablet, etwa für Projektentwürfe, Layouts, Fotobearbeitung oder druckfertige Arbeiten. Diese Kombination aus analoger und digitaler Technik ermöglicht mir genau die Ergebnisse, die meinem künstlerischen Konzept am besten entsprechen.

Gibt es bestimmte Symbole, Figuren oder Farben, die in deinen Arbeiten immer wiederkehren?

Ja, definitiv. Comicfiguren spielen eine große Rolle in meinen Arbeiten, ebenso plakative, poppige Farben. Auch mein Künstlername SALZ taucht immer wieder auf und ist fester Bestandteil meiner Bildsprache.

Wann packst du ein neues Projekt an, was gibt dabei den Anstoß?

Am liebsten sofort. Sobald der richtige Impuls oder Funke da ist, lege ich direkt los.

Wie bist du – von der Idee bis zur Umsetzung – beim Projekt für den Kleingärtnerverein „Am Schiffhof“ vorgegangen?

Die Idee entstand ganz spontan: Die weiße Wand am Vereinsheim hat mich beim Arbeiten im Garten regelrecht geblendet. Meine Frau hat schließlich dem Vorstand vorgeschlagen, die Wand zu „bemalen“. Ich fand das gut und der Vorstand war auch schnell von der Idee überzeugt. Daraufhin habe ich einen Entwurf erstellt, in dem alle wichtigen Informationen, Farben und Accessoires bzw. gestalterischen Elemente festgelegt waren – und dann ging es direkt an die Umsetzung.

Welche Bedeutung haben öffentlicher Raum und insbesondere Köln für deine Kunst?

Der öffentliche Raum ist für mich sehr wichtig. Er ist oft noch viel zu trist und kann dringend Farbe, Leben und Fantasie gebrauchen. Köln ist eine große Stadt mit großen Chancen und vielen Kunstliebhabern und kunstinteressierten Menschen. Trotzdem dürfte es aus meiner Sicht noch deutlich bunter sein. Ich lebe sehr gerne hier.

Und welche Bedeutung hat der Kleingarten für dich und deine Kunst?

Der Kleingarten ist für mich ein Ort des Friedens und des Glücks. Durch handwerkliche Tätigkeiten tanke ich dort neue Energie. Ich liebe diesen Ort, weil er mich erdet und mir Ruhe schenkt.

Vielen Dank!

Heimatseite von SALZ

SALZ bei Instagram

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